Verein für Geschichte und Heimatpflege Neuenrade e.V. gegründet 1985

Aktuelles



Jahrestage:


8. Mai 1945 - 8. Mai 2025: 80 Jahre Kriegsende - Geschichte des Mahnmals auf dem Berentroper Berg

Nach dem Krieg der Jahre 1870/71 war auf der Höhe dieses Berges, zugänglich vom Tannenweg eine Eiche gepflanzt worden, die sogenannte Friedenseiche.

Diese Eiche war bis zum Ende des zweiten Weltkriegs zu einem stattlichen Baum herangewachsen, als ein Artillerieoffizier der deutschen Wehrmacht ihn fällen ließ. Vor den heranrückenden Truppen der Alliierten war in unserer Stadt eine Artillerieeinheit in Stellung gegangen, der dieser Baum im Wege stand, da sie Schussfeld brauchte.

Im Oktober des Jahres 1952, siebeneinhalb Jahre nach dem Ende des zweiten Weltkriegs, sollte in dem damaligen Bundesgebiet eine sogenannte Kriegsgefangenenwoche stattfinden.

Zur Vorbereitung auf diese Woche wurden von dem Verband der Heimkehrer, Ortsverband Neuenrade, die Vorstände von insgesamt 28 in der Stadt vertretenen Parteien, Kirchen, Vereinen, Verbänden und Körperschaften des öffentlichen Rechts zu einer Versammlung in die Gastwirtschaft „Zur Post" bei Dickehage eingeladen.

Diese Versammlung fand am 01. Oktober 1952 statt. Hier wurde man sich einig, in der Stadt kein großes steinernes Denkmal zu errichten, sondern stattdessen auf dem Berentroper Berg, dem ehemaligen Standort der Friedenseiche, ein großes, weithin sichtbares, schlichtes Holzkreuz aufzustellen.

Ein entsprechender Antrag der Heimkehrer wurde bereits einen Tag später, am 02. Oktober 1952 dem Rat der Stadt zugeleitet. Das infrage kommende Grundstück war zwar im Eigentum der Stadt, war aber mit Bäumen bewachsen, und wurde somit forstlich genutzt. Wenn das Kreuz weithin sichtbar sein sollte, mussten diese Bäume zuvor gefällt werden. Hierzu gab der hierfür zuständige Forstausschuss bereits am

11. Oktober des gleichen Jahres grünes Licht. Sogar die Erbengemeinschaft Aldehoff aus Hagen, der das Nachbargrundstück gehörte, erklärte sich auf Anfrage sofort bereit, auch auf ihrem Grundstück Bäume fällen zu lassen, damit das Kreuz von allen Seiten sichtbar werden sollte.

Nach so viel Zustimmung kam der Ratsbeschluss am 27. Februar 1953, der zum Inhalt hatte, das Grundstück für dieses Vorhaben zur Verfügung zu stellen und die Kosten zu übernehmen.

Mit den Arbeiten wurde dann im Frühjahr 1953 begonnen.

Den Bruchsteinsockel erstellte die Firma Walter Hof, Neuenrade.

Die Stahlträger zur Halterung des Kreuzes lieferte die Bauschlosserei Poggel und Rasche, Neuenrade.

Das Holzkreuz wurde gefertigt und aufgestellt von der Zimmerei Albert Lengelsen, Neuenrade.

Das ganze Kreuz wurde zum Schutz gegen die Witterung mit Kupferblech eingekleidet. Diese Arbeiten führte aus: Firma Otto Listringhaus, Neuenrade.

Im Herbst 1953 wurde dann diese Anlage feierlich eingeweiht.

Im Jahre 1978 zeigte das Kreuz deutliche Schäden. Der Querbalken senkte sich an einer Seite herab und musste mit einem Stahlseil provisorisch gehalten werden. Eine genauere fachlich durchgeführte Untersuchung des Zustands ergab, dass das so eingeschlossene Holz nicht atmen konnte und vorzeitig stockig geworden war.

Nachdem die zuständigen städtischen Ausschüsse sich mit dieser Angelegenheit beschäftigt hatten, erfolgte im Jahre 1980 eine Erneuerung dieses Kreuzes.

Die Firma Hüttemann-Holzbau, Olsberg, lieferte am 20. Juli 1980 der Stadt ein kesseldruckimprägniertes Holzkreuz mit brettschichtverleimten Balken.


Heute, Im Jahre 2025, stellt sich die Gesamtanlage wie folgt dar:

Von dem im Abstand von ca. 15 m vorbeiführenden Weg führt eine fünfstufige Steintreppe zu einem ca. 2 m breiten Kiesweg, über den man das Kreuz erreicht. An beiden Seiten der Steintreppe sind Metalltafeln angebracht mit der Aufschrift: „Wir mahnen die Welt", und an der anderen Seite: "Die Zukunft wird sein, wie wir sind".

(Text: Heinrich Schumacher, Blintrop)


 

   

Vorschau 2026 und Rückschau 2025

2026

  • Sonntag, 19.01.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Im Mittelpunkt steht die Broschüre: Du bist Neuenrader, wenn.......!

  • Sonntag, 16.02.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Wir erinnern an die Gründung des Vaterland-Werks im Jahre 1906, also vor 120 Jahren

  • Sonntag, 16.03.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Wir zeigen die beliebten Gertrüdchen - Filme


2025


  • Sonntag, 19.01.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Erweiterung der Stadt Neuenrade zum 1.1.1975

(Freiw. Gebietsänderungsverträge Affeln/Altenaffeln/Blintrop)

  • Sonntag, 16.02.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Gründung des Märkischen Kreises zum 1.1.1975

Erste Kreistagssitzung am 23.05.1975

  • Sonntag, 16.03.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Gertrüdchen / Alte und neue Filme, (H.-W. Turk)

  • Sonntag, 13.04.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Wir zeigen das neue Vaterlandmoped, BJ. 1953

  • Sonntag, 18.05.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Erinnerung an die Gründung Mark Sauerland am 22.5.1925 (H.-W. Turk)

  • Donnerstag, 22.05.2025, 18 Uhr, 100 Jahre Kraftverkehr Mark Sauerland

Bildervortrag von Heinz-Werner Turk zur Gründung der Vorgängerin der heutigen MVG vor genau 100 Jahren in Neuenrade

  • Sonntag, 15.06.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Altstadtfotos ( H.-W. Turk)

  • Sonntag, 20.07.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Arme Ritter Braten in alten Schniewindtpfannen

  • Sonntag, 17.08.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Erinnerung an Ulrike Herfeld ( geb. 28.08.1945)

  • Sonntag, 21.09.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

670 Jahre Stadt Neuenrade (25.07.1355)

Evtl. nochmals Verlesung der Gründungsurkunde durch Klaus Peter Sasse

  • Sonntag, 19.10.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

10 Jahre Stadtmuseum Neuenrade

  • Sonntag, 16.11.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Münzen / Gedenkmünzen aus Neuenrade

  • Sonntag, 21.12.25, 15 bis 17 Uhr, Stadtmuseum geöffnet

Weinverkostung Neuenrader Wein